Zielgruppe(n)

Fachkraft, Hilfskraft

Ausschreibung

In der Arbeit mit psychisch erkrankten oder beeinträchtigten Menschen erleben Fachkräfte häufig Situationen, in denen Betroffene jede Form von Hilfe ablehnen - oft mit dem klaren Standpunkt: „Ich bin nicht krank!“ oder „Ich brauche keine Unterstützung.“ Diese Haltung kann für das begleitende Umfeld herausfordernd, manchmal auch frustrierend sein. Sie berührt Fragen von Autonomie, Selbstbild, Scham, Angst und oft auch von erlebter Ohnmacht auf beiden Seiten.

In diesem Seminar setzen wir uns mit den psychologischen Hintergründen von fehlender Krankheitseinsicht, Schutzmechanismen und Widerstand auseinander. Gleichzeitig wird praxisnah vermittelt, wie Fachkräfte Beziehung gestalten, behutsam motivieren und professionelle Grenzen wahren können – ohne in endlose Diskussionen oder Machtkämpfe zu geraten.

Inhaltliche Schwerpunkte:

- Warum Krankheitseinsicht fehlt: Schutz, Verdrängung oder fehlendes Erleben?
- Umgang mit Abwehr, Rückzug, Widerspruch – was hilft, was nicht?
- Gesprächsführung bei Ablehnung von Hilfe oder Angeboten
- Motivation fördern ohne Druck: Ansätze aus der Motivierenden Gesprächsführung
- Eigene Haltung reflektieren – Balance zwischen Akzeptanz und Veränderungsimpuls

Für diese Veranstaltung erhalten Sie: 8 Fortbildungspunkte (Registrierung beruflich Pflegender)

Dozent*in

  • Ingo Westerholt, Diplom-Psychologe, Psychodrama-Therapeut

Standort

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