Wenn Nähe zu viel wird - Schutz vor emotionaler Vereinnahmung und Co-Abhängigkeit
Zielgruppe(n)
Fachkraft, Hilfskraft
Ausschreibung
Fachkräfte in der Eingliederungshilfe oder Sozialpsychiatrie stehen oft vor einem Dilemma: Einerseits ist die Beziehung zu den begleiteten Menschen zentral für Vertrauen, Stabilität und Entwicklung. Andererseits geraten Helfende schnell in Rollenkonflikte, wenn emotionale Vereinnahmung entsteht, Grenzen verschwimmen oder co-abhängige Muster entstehen.
Zugleich stellt sich die Frage: Wo endet sinnvolle Unterstützung und wo beginnt Übergriff, Bevormundung oder Überfürsorglichkeit? Gerade in langjährigen Betreuungsbeziehungen oder bei Klienten mit intensiven Bindungsbedürfnissen ist ein klarer, professioneller Umgang mit Nähe, Verantwortung und Autonomie besonders wichtig.
Inhaltliche Schwerpunkte:
- Emotionale Vereinnahmung erkennen: zwischen Bedürftigkeit, Kontrolle und Angst
- Co-Abhängigkeit im Helfenden-System: frühe Warnzeichen und Ausstiegsmöglichkeiten
- Nähe gestalten, ohne sich zu verlieren: Selbstschutz und Rollenklarheit
- Autonomie und Fürsorge in Balance bringen – wann ist Hilfe zu viel?
- Reflexion eigener Anteile, Haltungen und Grenzen
- Praxisnahe Impulse zur Beziehungsgestaltung und Kommunikation
Für diese Veranstaltung erhalten Sie: 8 Fortbildungspunkte (Registrierung beruflich Pflegender)
Dozent*in
- Ingo Westerholt, Diplom-Psychologe, Psychodrama-Therapeut





