Zielgruppe(n)

Fachkraft

Ausschreibung

Im Seminar werden die Grundlagen der psychosozialen Diagnostik für das Beschreiben und Verstehen der Person und des Falls behandelt. Die psychosoziale Diagnostik bildet die Grundlage für das Fallverstehen im Rahmen eines Betreuungs-, Beratungs- oder auch Behandlungsprozesses und kann Erklärung für bestimmte Situationen liefern. In der Sozialen Arbeit werden Methoden der psychosozialen Diagnostik angewendet, um den Menschen, seine Biografie und seine aktuelle Lebenssituation umfassend wahrzunehmen und das, was ihn antreibt und berührt zu verstehen. Unter der „Person-in-Environment-Perspektive“ werden Faktoren identifiziert, welche die Biografie des Menschen wie auch in seinem sozio-ökologischen Umfeld zur Entstehung und Aufrechterhaltung seiner psychosozialen Notlage beigetragen haben oder aktuell bedeutsam sind. Zudem sollen die Ressourcen und Potenziale erfasst werden, welche für eine Verbesserung der aktuellen Lebenssituation hilfreich sein können. Auf der Basis dieser Informationen können dann Arbeitshypothesen gebildet werden, welche die Grundlage für das weitere sozialarbeiterische Vorgehen sind.

Im Seminar lernen die Teilnehmer*innen die Grundlagen und Methoden der psychosozialen Diagnostik kennen. Vertieft werden hier vor allem Methoden der klassifikatorischen, biografischen und der lebensweltorientierten Diagnoseverfahren. Anhand von ausgewählten Fällen lernen die Teilnehmer*innen die Verfahren praktisch anzuwenden.

Inhalte:
• Einführung in die theoretischen Grundlagen der psychosozialen Diagnostik
• Unterscheidung zwischen medizinischer und klassifikatorischer Diagnostik
• Einführung Funktionen und ethische Grundlagen psychosozialer Diagnostik
• Vorstellung und Anwendung von Methoden aus der klassifikatorischen, biographischen und lebensweltorientierten Diagnostik
• Einführung in das multidimensionale Modell psychosozialer Diagnostik

Dozent*in

  • Karsten Giertz, Geschäftsführer Landesverband Sozialpsychiatrie M-V e. V.

Standort

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